4 klassische Fehler, die ihr bei Journalisten vermeiden solltet

Kolumne

Egal ob Startup oder Grown-Up, jedes Unternehmen profitiert von guter Presse (und manchmal auch von schlechter). Wenn ihr Journalisten anschreibt, solltet ihr aber folgende Fehler unbedingt vermeiden!

Die richtige Ansprache

Vorab, wenn ihr jemanden anschreibt und ohnehin nur mit Copy and Paste arbeitet, macht euch wenigstens die Mühe eine weibliche Journalistin mit „Frau xxx“ anzuschreiben. Bei E-Mails mit „Sehr geehrter Herr Nolzen“ oder mit komplett falschen Namen, schalte ich innerlich schon gleich ab. Dann solltet ihr euch auch vorher überlegen, ob“Du“ oder „Sie“, wenn ihr das „Du“ nutzt, was in den meisten Fällen völlig ok ist, dann zieht es aber auch bitte durch und „Siezt“ nicht auf ein mal innerhalb eines Textes. Ach ja, „Sehr geehrte Conny“, kommt auch richtig daneben rüber 😉

Romane, Denglisch und maßlose Übertreibungen

„Wir sind der erste, beste, professionellste und revolutionärste Anbieter in dieser Branche“, schreibt so ziemlich jeder Gründer über sein Startup. Fakt ist aber, dass es meistens nicht stimmt und ich diese maßlosen Übertreibungen bei Berichterstattung raus lösche. Was meist überbleibt; sind zwei Sätze, die niemand versteht, weil diese aus fünf Buzzwords bestehen. Journalisten sind von Haus aus einfach riesige „Copy and Paste“-Fans (Geheimnis gelüftet). Wenn ihr also wollt, dass möglichst viele über euch berichten, dann schreibt leicht verständliche und knackige Texte, die quasi so übernommen werden können. Ein gutes Pressekit mit Fotos und guten Texten ist also Gold wert!

Beantwortet ab und zu Mails

Herzlichen Glückwunsch, ihr hab es geschafft, das Interesse eines Journalisten zu wecken! Der möchte nun ein paar mehr Infos, vielleicht sogar ein Zitat und ein paar Bilder. Bemüht euch recht schnell zu antworten, denn wenn ihr erst nach zwei Wochen antwortet, ist meist der Redaktionsplan schon wieder voll. Beim Beantworten von Fragen dürft ihr euch dann ruhig ein bisschen Mühe geben und in ganzen Sätzen antworten.

Bleibt am Ball, aber respektiert Privatsphäre

Es ist total klasse, wenn ihr engagiert am Ball bleibt und nach einer Woche noch mal eine Mail raus schickt, in der ihr nochmals auf euch aufmerksam macht. Wenn ihr eine Redaktionsnummer habt, ruft auch gerne mal kurz durch. Ein absolutes No-Go ist aber, die Journalisten bei Facebook oder Whatsapp anzuschreiben. In Zeiten von Social Media überschneidet sich zwar oft der private Facebook-Account mit dem beruflichen Netzwerk, aber einen Journalisten via Facebook Messenger anzuschreiben, kann nach hinten los gehen. Das kommt nämlich ganz schön aufdringlich rüber, gerade wenn es außerhalb normaler Geschäftszeiten ist.

Schreibt uns und meldet euch im StartupSpot an!

Am Ende des Tages brauchen wir auch euch! Denn ohne euch hätten wir ja auch nichts zum Berichten! Da ihr ja jetzt wisst, wie man alles richtig macht, kontaktiert uns gerne via info@startupspot.de oder schreibt mich direkt an conny.nolzen@hamburg-startups.net. Ich freue mich über eure Themenvorschläge!

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Zur Autorin

Conny Nolzen absolvierte ein Volontariat bei deutsche-startups.de in Berlin. Dort lernte sie die Berliner-Startup Szene von allen Seiten kennen. Da ihr Herz aber an ihrer Heimat Hamburg hing, ging sie nach dem Volo zurück nach Hamburg. Dort arbeitete sie zunächst, für eine kurze Zeit, für ein Startup. Seit Februar ist sie nun festes Redaktionsmitglied bei Hamburg Startups. Da Conny auch gelernte Pferdewirtin ist, gründete sie nebenbei im April 2017 kurzerhand selbst ein Startup für die Reiterwelt. Aus diesen Erfahrungen heraus, schreibt sie nun jede Woche eine Kolumne für den StartupSpot. Anregungen, Kritik und Themenvorschläge könnt ihr gerne an conny.nolzen@hamburg-startups.net senden.

 

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