5 Tipps für eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne

Die Crowdfunding-Community, sei es nun über Kickstarter, Indiegogo oder Startnext, wächst nach wie vor stetig an, und das ist auch gut so. Denn Crowdfunding bietet Kreativen eine ideale Möglichkeit ihre Ideen oder innovativen Produkte zu verwirklichen, falls ihnen dafür die nötigen finanziellen Mittel fehlen. Eine schöne Sache, die Kreativen ab und an sogar dabei hilft ihr Hobby in ein lukratives Business zu verwandeln und ihnen somit den Sprung in die Selbstständigkeit ermöglicht. Eine Crowdfunding-Kampagne finanziert sich allerdings nicht von allein. Wer erfolgreich sein will, muss viel Zeit und Arbeit in das Projekt stecken. Worauf muss man also besonders achten? Das erklärt Stefanie Laufs in einem Gastbeitrag.

Vorbereitung ist das A und O

Es ist schier unmöglich eine erfolgversprechende Crowdfunding-Kampagne innerhalb eines Tages aus dem Boden zu stampfen. Hier gilt ganz klar: gut Ding will Weile haben! Nehmt euch also genug Zeit um euch mit einer Kampagne zu befassen und beginnt am besten schon drei bis sechs Monate vor dem geplanten Launch mit der Planung. Hierzu zählt natürlich in erster Linie die Erstellung eines Kampagnen-Videos. Dieses ist der wichtigste Bestandteil, da es der erste Berührungspunkt mit der  Community ist und es einen ersten Eindruck von euch und eurem Projekt vermittelt. Haltet das Video so kurz wie möglich (maximal drei Minuten) und stellt die wichtigsten und überzeugendsten Punkte innerhalb der ersten Minute vor. Des Weiteren gehört zur Vorbereitung die Festlegung eines realistischen Finanzierungsziels sowie die Erstellung sämtlicher Inhalte, wie beispielsweise der Kampagnen-Texte, interessanter Dankeschöns, Social-Media-Postings, Newsletter-Wordings und und und.

Kontakte, Kontakte, Kontakte

Bereits vor Beginn der Kampagne solltet ihr euch einen Verteiler mit circa 500-1000 persönlichen Kontakten erstellen und diese ansprechen. Dies bringt zwei Vorteile mit sich. Zum einen könnt ihr noch vor eurem Launch wichtiges Feedback einholen und bereits vorab eure Reichweite steigern. Diese Kontakte sind auch höchstwahrscheinlich eure ersten Unterstützer, sobald der Startschuss fällt. Das kommt euch nur zu Gute, denn je besser der Start, desto besser auch der weitere Verlauf eurer Kampagne.

Startet zum richtigen Zeitpunkt!

Um von Tag eins an so viel potentielle Unterstützer wie nur möglich zu erreichen, ist es besonders wichtig, wann ihr mit der Kampagne startet. Am Wochenende sind viele Menschen sicherlich eher privat unterwegs und gehen ihren Hobbys nach als auf Crowdfunding-Plattformen nach neuen Projekten Ausschau zu halten. Deshalb ist es ratsam, eine Kampagne unter der Woche, am besten Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag, zu starten. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass potenzielle Unterstützer an diesen Tagen eher dazu neigen sich kreative Projekte anzuschauen und diese zu unterstützen.

Spread the Word

Sobald die Kampagne live ist, seid bloß nicht schüchtern! Teilt euer Projekt auf zielgruppenrelevanten Social-Media-Plattformen (vor allem Facebook und Twitter), Foren, Newslettern etc. und bittet eure Freunde darum die Kampagne in ihren Netzwerken zu streuen. Mediale Aufmerksamkeit schadet auch nicht und schafft Vertrauen in euer Projekt. Sucht euch also bereits vor Start der Kampagne Medien heraus, die sich für das Thema interessieren könnten und kontaktiert diese, sobald ihr live seid. Vermeidet hierbei aber Massenmailings und kontaktiert wirklich nur Journalisten und Blogger, für die euer Thema einen Mehrwert darstellt.

Interagiert mit der Community

Der Erfolg eurer Kampagne ist auch von der Interaktion mit eurer Community abhängig. Haltet sie stetig mit regelmäßigen Updates auf dem Laufenden. Diese können alles Mögliche beinhalten, wie beispielsweise die Vorstellung eurer Teammitglieder, Live-Videos oder Bilder zur Entstehung eurer Idee oder einfach nur ein Dankeschön an die bisherigen Unterstützer. Reagiert auch umgehend auf Kommentare und Fragen der Community! Wer hier zu lange mit einer Antwort oder Feedback wartet läuft Gefahr das Vertrauen der Unterstützer zu verlieren. Im Anschluss an eine erfolgreiche Kampagne solltet ihr eure Community regelmäßig über die Entwicklung des Produkts/der Idee sowie dem Versand der Dankeschöns auf dem Laufenden halten, damit sie weiterhin Vertrauen in euch haben.

Autorenprofil

Stefanie Laufs arbeitet als PR-, Social Media- und Eventmanagerin in der Digital- und Techszene in Berlin und beginnt im November eine Weiterbildung zur Innovationsmanagerin. Neben der Arbeit verfasst sie derzeit das Berliner Kiezkochbuch “Aus Kiez und Küche – So isst Berlin”, das noch bis zum 19. Oktober über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter unterstützt und erworben werden kann.

Bild oben: Stefanie und Co-Autorin Antje bei der Recherche für das Kiezkochbuch

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