Jörg Diehl von aescuvest

aescuvest ist das Sprungbrett für Startup Unternehmer

Das Frankfurter Startup aescuvest richtet sich mit seiner Crowdinvesting-Plattform ausschließlich an Unternehmen und Investoren im Gesundheitsbereich. Wir haben Jörg Diehl von aescuvest bei der Eröffnung des StartupSpots Rhein-Main getroffen und ihm ein paar Fragen gestellt.

 

Stellt Euch bitte einmal kurz vor und erzählt uns, was aescuvest besonders macht!

Der Gründer des ersten Portals zur Finanzierung von medizintechnischen Innovationen und digitalen Dienstleistungen zum Thema Gesundheit im deutschsprachigen Raum ist Dr. Patrick Pfeffer. Zusammen mit seinem Hexagonauten-Team, bestehend aus topqualifizierten Wissenschaftlern und Medizinern, Juristen und praxiserfahrenen Crowdfunding-Experten, werden Start up-Unternehmen bewertet und ausgewählt, um sie anschließend durch die Crowd finanzieren zu lassen.

Die Mischung macht’s! Das Zusammentreffen unserer Experten aus den verschiedensten Bereichen ermöglicht die Früherkennung von potentiell starken Ideen. Außerdem lernen wir junge und mittelständische Unternehmer kennen, die uns zuerst von sich und ihrem Vorhaben überzeugen müssen, bevor wir sie auf die Menschheit loslassen.

Das Know-how steckt in unseren Köpfen, die Algorithmen haben wir selbst entwickelt. Die Risikoabwägungen überlassen wir nicht allein dem Investor. Und: wir haben ein erklärtes Interesse am nachhaltigen Erfolg der Start up-Unternehmer. Denn deren Erfolg zahlt sich für die Investoren aus. Das wiederum fördert unser Image im FinTech-Markt.

 

Wie entwickelte sich die Idee zu aescuvest?

Den meisten Erfindern und Unternehmern mangelt es nicht an guten Ideen, aber oftmals fehlen zur Realisierung die finanziellen Mittel. Die Banken hätten zwar das Geld, allein es fehlt das Wissen und die Risikobereitschaft, um hier einzuspringen. Dagegen ermöglicht es die moderne Vernetzung, ausgesuchte Ideen durch eine Vielzahl von Menschen unterstützen zu lassen.

Beste Kontakte, fachspezifisches Wissen und ein rechtlich gut regulierter Rahmen bildeten die Basis für unser Portal. Nur hier begegnen sich Inventor und Investor direkt.

Das Team von aescuvest.

Das Team von aescuvest.

Warum fokussiert Ihr Euch gerade auf Health Care-Start up?

Die Digitalisierung revolutioniert den Gesundheitssektor. Patientendaten, medizinische Kontroll- und Überwachungsfunktionen, Arztgespräche und Behandlungsmethoden werden zunehmend durch virtuelle Verfahren ergänzt oder ersetzt. Einer der wichtigsten und stärksten Zukunftsmärkte entwickelt sich gerade erst. Hier Pionier zu sein, verschaffte uns genau den Vorsprung, die Wettbewerbsvorteile und die Alleinstellungsmerkmale, auf die es gerade am Anfang ganz besonders ankommt.

Die gesetzlichen Hürden und Zulassungsbedingungen sind bei allem, was mit ‚Healthcare‘ zu tun hat, extrem hoch. Um sich diesen komplexen Anforderungen zu stellen, bedarf es ausgewiesener Spezialisten. Beispielsweise wären die medizinischen, ethischen und juristischen Einschätzungen ohne unseren Wissenschaftlichen Beirat nicht abzusichern.

Hinzu kommen die Empfehlungen, die das Gremium der Investoren beisteuert. Sie betrachten jedes Projekt aus dem Blickwinkel des Anlegers. Dabei geht es nicht nur um ein möglichst hohes Rendite- oder Exitversprechen. Die Kapitalgeber wollen unbedingt in eine sinnvolle Idee von gesellschaftlichem Nutzen investieren.

 

Was ist Euer Geschäftsmodell?

Das Stichwort lautet Crowdinvestment versus Crowdfunding. Letzteres finanziert beliebige Ideen, die für den Spender keinen monetären Gewinn generieren müssen.

Beim Crowdinvesting hingegen erwartet der Anleger, mit vertraglich geregelten Fristen, eine Rückzahlung seines Investments zuzüglich einer Rendite. Sollte das Start-up gewinnbringend veräußert werden, partizipieren die Kapitalgeber in der Regel anteilig an diesem Erfolg.

Da Sparguthaben heute teils schon mit Negativzinsen bewehrt sind, Goldbestände ’nicht arbeiten‘, der Börsen- und Aktienhandel relativ teuer und abstrakt bleibt, Immobiliengeschäfte die Gefahr einer Blasenbildung bergen und inflationäre Bestrebungen seitens der EZB in vollem Gange sind, entwickelt sich ein finanztechnischer Markt mit neuen, digitalen Produkten. Dort sind die Gewinnbeteiligungen überdurchschnittlich hoch, wenngleich es dafür auch die Risiken deutlich höher zu bewerten gilt.

Dem Portal selbst genügt ein einmaliger Abschlag auf jede erfolgreich durchgeführte Kampagne, um den Aufwand für Entwicklung, Erhalt und ständige Verbesserung der Infrastrukturen abzudecken.

 

Crowdfunding ist in letzter Zeit immer wieder in der Kritik. Was macht Ihr mit Eurem Konzept anders?

Wir verstehen uns als die Hüterin der Balance. Wir moderieren von Anfang an einen fairen Interessenausgleich. Im Mittelpunkt steht das Win/Win-Modell für Start-up und Investoren. Der Unternehmer muss sein volles Engagement einbringen und den Geschäftserfolg anstreben. Der Anleger will sich berechtigte Hoffnungen machen dürfen, sein pekuniäres Vertrauen honoriert zu sehen. Zusätzlich stellt aescuvest alle eigenen Netzwerke und diverse Marketinginstrumente in den Dienst der gemeinsamen Sache.

Mit der Durchführung einer Kampagne sind die Aufgaben unseres Portals mitnichten erledigt. Die treuhänderisch verwalteten Gelder werden erst nach Erreichen der zuvor vereinbarten Investitionsschwellen an das Start-up weitergeleitet. Wird die Finanzierungsschwelle nicht erreicht, hat dies automatisch eine Rückabwicklung der Zahlungsvorgänge zur Folge, d.h. jeder Investor erhält sein vertraglich gesichertes Investment zurück.

Darüber hinaus sorgt unser Portal dafür, dass alle Informations- und Rechenschaftspflichten seitens des Start-up-Unternehmens minutiös eingehalten werden und fortlaufend auf allen Kanälen transparent kommuniziert wird. Alle Fragen, die nicht durch unsere Rubrik ‚Häufig gestellte Fragen / FAQ‘ abgedeckt sind, werden individuell und persönlich bearbeitet. Klasse statt Masse. aescuvest versteht sich als exklusive Investment-Boutique für den stets wachsenden Gesundheitsmarkt.

Jörg Diehl von aescuvest

Jörg Diehl von aescuvest auf der Eröffnung vom StartupSpot Rhein-Main

Welche Erfolge konntet Ihr bisher schon feiern?

Ein halbes Dutzend Kampagnen sind bei aescuvest bereits über die Bühne gegangen. Mit ganz beachtlichem Erfolg. Die durchschnittliche Investitionssumme ist hoch, akademisch gebildete Frauen zeigen sich enorm interessiert und investieren signifikant höhere Summen als ebensolche Männer. Für-, Vor- und Nachsorge rund um das Thema Gesundheit ist in der Familie offenbar nach wie vor Sache der Frauen und Mütter.

Trotz der relativ eng gestellten Leitplanken, die der Gesetzgeber vorgibt und die Risikobegrenzungen durch das restriktive Kleinanlegerschutzgesetz, bewegen wir uns in einem der boomenden Zukunftsmärkte.

Und auch das ein Erfolg: Unsere Gesellschaft operiert mit schwarzen Zahlen. Im Gegensatz zu den Schulden, die andere Online-Unternehmen vor sich herschieben und eine Rentabilität in ferner Zukunft erhoffen, ‚fahren‘ wir auf Sicht.

 

Wie sehen Eure Meilensteine in 2017 aus?

Wir sind dabei unsere Prozesse effizienter zu gestalten und zu skalieren. Das soll uns ermöglichen, mehr Projekte in kürzerer Zeit zu präsentieren. Ein Co-Investor könnte maßgeblich zur Beschleunigung beitragen.

Neue Beteiligungsmodelle bieten bei der Immobilienfinanzierung von Medizinischen Versorgungszentren, Gesundheits- und Rehazentren interessante Wertschöpfungsketten für unsere Anleger.

Eine Kooperation auf internationaler Ebene öffnet uns weitere Türen für Start-up Initiativen seitens unserer europäischen Nachbarn. Unser Know-how und die typisch deutschen Tugenden prädestinieren uns für diesen Auftrag.

 

Wie beurteilt Ihr die Startup-Szene Rhein-Main?

Kultur und Community rund um FinTech-Szene sind voll funktionstüchtig und lebendig. Das Business-Angels Netzwerk ist ohnehin längst etabliert. Wiesbaden und Mainz sind stark und aktiv involviert. Darmstadt liefert Input von der Technischen Universität.

Banken, Börse, Messe, Flughafen und all deren Dienstleister verfügen über die jungen Eliten der Wirtschaft, die sich mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert sehen. Der Brexit erfordert zwangsläufig personelle Verschiebungen in Richtung Frankfurt, um von der europäischen Integration nicht vollständig abgekoppelt zu werden.

Die verkehrstechnische Anbindung in der Mitte Europas macht das Rhein-Main-Gebiet für jedes Start-up bequem erreichbar. Die weltoffene Internationalität des Standortes senkt die Hemmschwelle für Besucher. Der Blick auf die unverwechselbare Skyline motiviert unsere Gäste, Teil dieser Gemeinschaft zu werden.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

 

aescuvest im StartupSpot Rhein-Main

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