#FemaleFounder Aimie Carstensen-Henze: „Zum Gründen braucht es starke Nerven.“

Im Rahmen unseres StartupSpot Female Founders stellen wir euch Heute Aimie Carstensen-Henze vor, Gründerin von ArtNight. Gemeinsam mit ihrem Geschäftspartner David Neisinger gründetet sie das der Malerei gewidmete Startup im Herbst 2016. Die Plattform bietet kreative Erlebnisse in inzwischen drei Ländern und 37 Städten an. Bei ArtNight dreht sich alles um Kreativität in guter Gesellschaft. Die Teilnehmer sollen vor allem Spaß haben und dabei zusätzlich vielleicht noch längst vergessenes Talent wieder entdecken.

Das Ziel von ArtNight: Menschen offline bei einem einzigartigen Erlebnis zusammenbringen. Hierfür organisiert das Startup Künstlernächte, in denen Mal-Workshops von lokalen Künstlern gegeben werden. Starke Bekanntheit erlangte das junge Unternehmen im vergangenen Jahr, als es erfolgreich an der beliebten Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ teilnahm. Wir freuen uns sehr, dass Aimie sich die Zeit genommen hat, fünf Fragen zu ihrem Unternehmertum zu beantworten!

Aimie und Mitgründer David bei einem ArtNight Event.

 

Liebe Aimie, was hat dich zum Gründen animiert?

In meinen letzten Jobs habe ich viel gelernt und gestalten können, aber ich wusste, dass ich ein eigenes Unternehmen gründen will. Mir macht es Spaß, die Richtung vorzugeben und ich wollte ein Unternehmen genauso aufbauen, wie ich es mir vorstelle und in dem ich selbst gerne arbeiten würde. Ich freue mich jeden Tag darauf, an einer Vielfalt spannender Projekte zu arbeiten, neue Lösungen zu finden und mich neu zu erfinden.

 

Was sind deine größten Herausforderungen?

Für eine Gründung braucht man starke Nerven. Jeder Tag ist versehen mit neuen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Eine große Herausforderung ist der Team-Aufbau. Am Anfang ist es schwierig Top-Talente zu überzeugen, wenn man noch in den Kinderschuhen steckt, insbesondere im IT-Bereich.

 

Welche Rolle spielt dein Netzwerk und wo liegt dein bestes Netzwerk?

Ein gutes Netzwerk und ein Austausch mit anderen, die bereits Erfahrungen gemacht haben, ist wichtig. Vor ein paar Jahren hab ich deshalb nebenberuflich “FIELFALT” gegründet, ein Netzwerk für Female Empowerment.

Für mich gibt es kein bestes bestehendes Netzwerk. Bei vielen Veranstaltungen kann man auch viel Zeit verbringen, ohne selbst einen Mehrwert zu schaffen oder einen Vorteil daraus zu ziehen. Deshalb empfehle ich jedem sein eigenes persönliches Netzwerk aufzubauen, andere direkt anzuschreiben und sich persönlich auszutauschen. Ein Mittagessen kann diesbezüglich viel mehr bringen, als 6 Stunden bei einer Veranstaltung.

 

Aimie Carstensen-Henze ist Gründerin von ArtNight. Foto: Fynn Stoldt

 

Hast du Wünsche an die Politik, wenn es um die Förderung von Gründerinnen geht?

Gründer sind unter den politischen Entscheidungsträgern massiv unterrepräsentiert. Ich habe deshalb zwei Wünsche an die Politik. Erstens, viele Prozesse müssen dringend digitalisiert und optimiert werden. Diese sind häufig noch extrem zeitintensiv, langsam und analog, was es Gründern oft erschwert.

Und zweitens, gezielte Investitionen in digitale Bildung an Schulen und Hochschulen. Es gibt einen akuten Fachkräftemangel bei hochqualifizierten Arbeitskräften, der momentan mit Fachkräften aus dem Ausland gedeckt wird. Kinder und Jugendliche werden in der Schule nicht auf die Digitalisierung vorbereitet und das veraltete Schul- und Universitätssystem wird dazu führen, dass das fehlende Know-How in Deutschland nicht aufgeholt werden kann.

 

2017 habt ihr bei der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ überzeugt und euch ein Investment von Georg Kofler gesichert. Was hat dieser Erfolg für euer Startup bedeutet und was hat sich seitdem bei euch geändert?

DHDL war im letzten Jahr eine tolle Erfahrung. Durch die mediale Aufmerksamkeit hat ArtNight an Bekanntheit zugenommen, was sich positiv auf das gesamte Unternehmen ausgewirkt hat.

 

Vielen Dank für das schöne Gespräch! Hier könnt ihr mehr über Aimie und ihre Aktivitäten erfahren:

 

 www.artnight.com
 www.fielfalt.de

Über den StartupSpot Female Founders

Es gibt sie, die Gründerinnen – und wir machen sie jetzt sichtbar! Mit dem StartupSpot Female Founders haben wir eine nationale Datenbank geschaffen, in der alle Startups mit mindestens einem weiblichen Gründungsmitglied zu finden sind. Dort bieten wir einen permanenten Einblick über die Entwicklung des Startup-Ökosystems, das von weiblichen Gründern mitgeprägt wird. Über 25 % der deutschen Startup-Teams haben mindestens ein weibliches Gründungsmitglied. Diese Zahl macht deutlich, dass weibliche Gründer keine Randerscheinung mehr sind! Gemeinsam mit unserer Schirmherrin Dagmar Wöhrl, unseren Ambassadoren und unseren Partnern QVC NEXT und Digital Media Women sorgen wir für mehr Sichtbarkeit von weiblichen Rolemodels und ihren Erfolgen! Spannende Geschichten über starke Gründerinnen erwarten euch hier in unserem Female Founders Dossier.