Eine kleine Produktauswahl von Reishunger.

„Wohl eher Realist – bin halt Norddeutscher“ – #PingPong mit Reishunger

Es geht heute sportlich mit Reishunger aus Bremen weiter! Das Startup wurde von Torben Buttjer und Sohrab Mohammad gegründet, die fleißig daran arbeiten ihr Produktportfolio stetig zu erweitern. Zur Zeit führen sie 22 verschiedene Reissorten aus 14 Ländern plus Zubehör, wie Reiskocher, Stäbchen, etc. Sohrab war so ambitioniert gegen uns heute ins Feld zu ziehen. Mal sehen, wie gut er mit dem Ping-Pong Schläger umgehen kann…

 

Sohrab Mohammad und Torben Buttjer, die Gründer von Reishunger.

Sohrab Mohammad und Torben Buttjer, die Gründer von Reishunger.

 

VC oder Bootstrapping?

Bootstrapping – Reishunger ist in 2010 mit einem Minibudget gestartet. Alles was wir verdient haben, haben wir sofort wieder in neue Projekte gesteckt. So konnten wir Schritt für Schritt organisch wachsen.  Direkt nach dem Studium war diese Art des Unternehmensaufbaus perfekt für uns und hat sich für Torben und mich richtig angefühlt. Vielleicht würden wir es heute anders machen: VC gesteuert kann unter Umständen mehr Sicherheit und Mut geben und – wenn man gute Leute am Start hat – auch für weniger Fehler sorgen.

 

Twitter oder Facebook?

Facebook – viel kaufrelevanter für uns im Bereich Consumer Goods. Twitter wird interessanter je grösser wir werden und mehr (auch politisches und soziales) über unser Produkt Reis berichten möchten.

 

Instagram oder Youtube?

Instagram – Ist aber beides sehr interessant für unseren Bereich Food. Momentan haben wir uns auf Instagram gestürzt, wo wir stark wachsen. Vor allem für Deutschland, wo Reis im Vergleich zu Nudeln und Kartoffeln eher eine untergeordnete Rolle spielt, ist Instagram perfekt, um zu zeigen, wie unfassbar vielfältig und lecker Reis ist. Das gleiche gilt natürlich auch für Youtube. Die Produktion ist aber entsprechend aufwändiger. Deshalb sind wir hier erst dabei, den Channel für uns zu entdecken.

 

Crowdinvesting oder Crowdfunding?

Keine Erfahrung mit – weder noch.

 

Homeoffice oder Coworkingspace?

Kein Fan von Homeoffice: Mein Zuhause ist der Ort, an dem ich runterkomme – da habe ich noch nicht einmal einen Schreibtisch. Im Büro hingegen ist mein Arbeitsplatz perfekt eingerichtet und bietet mir sowohl von der Atmosphäre als auch von den Gegebenheiten die optimale Arbeitsumgebung. Mit Coworking habe ich in dem Sinne keine Erfahrung, als dass wir mit Reishunger schon von Anfang an ein Office hatten. Stelle ich mir aber auch gut vor!

 

Berlin oder … ?

Bremen! Das ist meine Heimatstadt, ist im Norden Deutschlands perfekt an den Rest der Republik angebunden und bietet als alte Hafenstadt und Universitätsstandort sehr viel. Lenkt aber im Gegensatz zu größeren Städten wie Berlin auch nicht durch ein Überangebot ab. Man kann sehr konzentriert und effizient arbeiten.

 

Unicorn oder Gesundes Wachstum?

Gesundes Wachstum – kommt natürlich immer drauf an, in welchem Markt man sich befindet. Das sehr spezielle Produkt Reis liegt nicht unbedingt im Winner-takes-it-all-Markt. Deshalb ist gesunder Wachstum für uns völlig okay.

 

Accelerator oder Business Angel?

Mit beidem noch keine Erfahrung gemacht – mal schauen was die Zukunft so bringt.

 

Tech oder Food?

Food – aber gerne in Verbindung mit Tech. Unser Hauptabsatzkanal ist unser eigener Onlineshop. Wir probieren hier unglaublich viel aus und diskutieren im Team viel über Prozesse, Userverhalten, Conversion Rates etc. Neben Basmati, Jasmin und Risotto Reis als auch viel technologischer Kram. Ich glaube, dass das auch einer der Gründe für unseres Erfolgs ist. Wir verstehen etwas von beiden Welten und haben gelernt, diese logisch miteinander zu verknüpfen.

 

Apple oder Microsoft?

Wenn du mich persönlich fragst Apple. Unsere Firma ist aber auf Micorsoft aufgebaut.

 

Skype oder persönliches Meeting?

Skype, bzw jedes andere Videokonferenztool außer Skype – ich finde es viel effizienter an seinem Arbeitsplatz zu bleiben. Beim ganzen Vor- und Nachlauf für persönliche Meetings geht meist zu viel Zeit drauf. Ist natürlich klar, dass es bestimmte Sachen gibt, die persönlich besser zu klären sind.

 

Nachtarbeiter oder Frühaufsteher?

Frühaufsteher – meine produktivste Zeit ist zwischen 8 und 15 Uhr.

 

Revolutionär oder Realist?

Gerne Revolutionär, aber realistisch gesehen wohl eher Realist – bin halt Norddeutscher.

 

Software oder Hardware?

Hardware – ich liebe tangible Produkte.

 

GmbH oder UG?

GmbH – für mehr Informationen fragen Sie bitte unseren Steuerberater.

 

Eigenbrödler oder Herdentier?

Eigenbrödler – Ich benötige viel zeit, um Dinge in der Tiefe zu verstehen. Dafür muss ich ungestört sein.

 

Was war dein lehrreichster Fehler?

Ich muss sagen, dass wir bei Reishunger in den letzten 7 Jahren Unternehmensgeschichte glücklicherweise keinen Mega-Fuckup hingelegt haben. Deshalb ist es schwierig von dem einen großen Fehler zu berichten. Wenn ich aber in die Vergangenheit schaue und an die unangenehmsten Erfahrungen denke, kommen mir vor allem zwischenmenschliche Diskrepanzen in den Sinn. Ich glaube die wichtigste Erfahrung ist, dass man sich hauptsächlich nur mit Leuten umgeben sollte, bei denen man ein gutes Bauchgefühl hat und nicht nur mit ihnen zu tun hat, weil sie etwas spezielles können. Das geht meistens schief und kostet dann richtig viel Zeit und Energie.

 

Welchen Tipp möchtest du Nachwuchsgründern geben?

Bevor ihr gründet, versucht zu verstehen, welche Skills für die spezielle Gründungsidee erforderlich sind. Beschäftigt euch dann mit euch selbst und versucht zu verstehen, was ihr von diesen Skills könnt und was nicht. Tut euch dann mit Leuten zusammen, die genau das können, was ihr nicht könnt und andersrum.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Reishunger im StartupSpot Nordwest