6 Fehler, die jeder Gründer vermeiden sollte

Viele Startups scheitern bereits vor dem eigentlichen Produkt-Launch. Manchmal nur, weil sie auf den falschen Gründungspartner gesetzt haben oder sie sich in kreativen Ideen verzetteln und einfach keine Struktur in ihr Unternehmen bekommen. Wir haben euch mal die häufigsten Fehler zusammengetragen, die ihr auf jeden Fall vermeiden solltet.

Das Know-how fehlt

Fast zwei Drittel aller Gründer haben den IHKs zufolge kaufmännische Defizite. 22 Prozent schätzen den zu erzielenden Umsatz unrealistisch hoch ein. Hilfe erhalten Gründer in Betriebswirtschafts-Seminaren. Diese werden von Kammern, Arbeitsagenturen, Branchenverbänden, Hochschulen oder regionalen Gründungsnetzwerken angeboten. Auch Gründungswettbewerbe können helfen. Man darf gerade diesen Punkt nicht unterschätzen, fehlende betriebswirtschaftliche Kenntnisse können das eigene Startup ganz schnell gegen die Wand fahren.

Falscher Name für die Firma

Das ist der häufigste Fehler, den Startupper machen, und auch einer der gravierendsten. Man sollte bei der Namenswahl für die Firma folgende Dinge beachten

  • Ist der Name noch „frei“
  • Erklärt der Name das Produkt
  • Ist der Name leicht auszusprechen und zu schreiben
  • Besteht kein Verwechslungsrisiko mit einem anderen Namen
  • Ist der Name auch noch passend, wenn das Unternehmen wächst

Die Idee steht im Fokus und nicht der User

Viele Gründer haben Probleme, den Nutzen ihrer Geschäftsidee konkret zu beschreiben. Wichtiger als die Begeisterung für die Idee ist aber der Nutzen für den Kunden. Deshalb muss folgende Frage immer am Anfang stehen: Wer ist der Kunde und wie kann ich seinen Need erfüllen? Ein Pitchdeck kann helfen sich nicht zu verzetteln und seine Idee besser zu beschreiben.

Kein Konzept und kein Businessplan

Der Businessplan ist mittlerweile aus der der Mode gekommen in der Startup-Szene, dabei ist dieser nicht nur wichtig um eine Finanzierung zu erhalten, sondern bietet einem selbst auch eine gute Übersicht und Struktur. Ohne ein vernüftiges Konzept, ist Chaos programmiert. Folgende Punkte sollte euer Businessplan enthalten.

  • die Idee und Kundennutzen
  • das wirtschaftliche Umfeld
  • die Mitbewerber
  • das Vertriebskonzept
  • die einzelnen Schritte der Realisierung
  • die Organisation
  • die Chancen und Risiken
  • die Finanzierung
  • die Qualifikation des Managements

Streitigkeiten innerhalb des Gründerteams

Keine Seltenheit, ein Startup geht den Bach runter weil es im Gründerteam einfach nicht läuft. Sind die Ansichten zu unterschiedlich, kann man nicht mehr zusammen an einem Strang ziehen. Gründer sollten daher bereits zu Beginn der Gründung einen Notfallplan erstellen, wenn es zu dem Fall einer Trennung kommen sollte. Darin sollten die Gründer festlegen, was passiert, wenn jemand aus dem Team aussteigt.

Mangelnde Kritikfähigkeit und Bereitschaft aus Fehlern zu lernen

Die Fehlerkultur in Deutschland ist nach wie vor immer noch recht schwach. Wichtiger als Fehler zu vermeiden, ist es sie zu machen aber dann auch aus ihnen zu lernen. Die meisten Fehler begeht man meistens nur einmal, daher gehören Fehler auch zu den Top Learnings in der Startphase. Lasst euch beraten, seid kritikfähig und reflektiert Fehler, nur so kann man auch die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

Bonus:  5 ROOKIE MISTAKES you should ABSOLUTELY not make

 

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