#FemaleFounder Johanna Lehmann: „Man muss für seine Idee brennen!“

Im Rahmen unseres StartupSpot Female Founders stellen wir euch heute Johanna Lehmann vor. Johanna ist nicht nur Schriftstellerin, sondern auch Gründerin von  dem Startup United Letters, Deutschlands erstem technologiebarbiertem, inspirierendem Kinderbuchverlag. 

 Als Johanna 2015 Mutter einer Tochter wurde, machte sie sich auf die Suche nach schön illustrierten und inspirierenden Kinderbüchern mit einer persönlichen Note – ohne Erfolg. Daher begann sie selbst ein Buch für den Nachwuchs zu schreiben. Den Freunden von Johannas Tochter gefiel das Buch so gut, dass sie begann, es auch für andere Kinder zu personalisieren  – der Startschuss für United Letters. Wir freuen uns sehr, dass Johanna sich die Zeit genommen hat, fünf Fragen zu ihrem Unternehmertum zu beantworten!

 

Das Startup United Letters hat sich auf den Vertrieb von personalisierten Kinderbüchern spezialisiert. Foto: United Letters

 

Liebe Johanna, was hat dich zum Gründen animiert?

Meine Zeit in San Francisco im ersten Job. Ich habe all die visionären Gründer und Entwickler kennengelernt, die alle die Motivation hatten, ein echtes Problem zu lösen. Mich hat ihr Mut inspiriert und ebenso auch der im Silicon Valley häufig vorkommende positive Größenwahn. Als Deutsche ist man das ja gar nicht gewöhnt. Ich fand die Menschen, die an ihren eigenen Ideen arbeiteten, einfach extrem spannend und positiv. Da ich selbst für RocketSpace, den größten Coworking-Space San Franciscos, gearbeitet habe, war ich tagtäglich mit Unternehmern zusammen und wollte unbedingt irgendwann selbst etwas Gründen. Als ich dann mit meiner ersten Tochter in Elternzeit war, schien der Moment perfekt. Langfristig glaube ich, dass man mit Selbstständigkeit Familie und Beruf besser in Einklang bringen kann.  

 

Wie ist dein Startup finanziert?

Bisher habe ich mein Startup eigenfinanziert.

 

Johanna Lehmann ist Gründerin von dem Startup United Letters. Foto: United Letters

 

Was sind deine Pläne für die kommenden 12 Monate?

Aktuell arbeiten wir auf Hochtouren am Launch einer neuen Buchreihe namens “Meine kleine Erde”. Dabei wird es um wichtige Umweltthemen gehen, die wir im Rahmen einer personalisierten Abenteuer-Geschichte den Kindern näherbringen. Das erste Buch in der Reihe erscheint am 29. Oktober und heißt “Das Meeresabenteuer. Hierin haben wir das hochaktuelle Thema der Vermüllung der Weltmeere behandelt. Spielerisch lernen Kinder als Held einer spannenden Abenteuergeschichte, wie sie die Tiere bei der Befreiung des Meeres von Plastikmüll unterstützen können. Durch unsere personalisierten Geschichten möchten wir die Magie und Schönheit der Weltmeere und ihrer tierischen Bewohner mit Kindern teilen. Hier kann das Buch vorbestellt werden.

 

Was rätst du anderen Gründerinnen?

Da fallen mir zwei Stichworte ein: Angst und Leidenschaft!

Erstmal: Versuchen, die Angst loszulassen. Es gibt ja den Begriff der German Angst und ich finde, dass dies oft für Gründerinnen noch mehr gilt als für Gründer. Es ist die Angst, nicht konform zu sein oder anderen nicht zu gefallen. Die Angst, die falschen Entscheidungen zu treffen oder nicht so erfolgreich zu sein, wie man es sich vorstellt. Es gibt eine mentale Übung die sich “negative visualization” nennt und wobei es darum geht sich auszumalen, was eigentlich das Schlimmste ist, was passieren könnte, wenn Sorge X eintritt. Und oft merkt man dann, dass letztendlich das Eintreten des worst case Szenarios gar nicht so schlimm wäre und so kann man mit klarerem Kopf an viele Entscheidungen rangehen. Buchempfehlung: Dale Carnegie “How to stop worrying and start living”.

Zweitens: Leidenschaft! Ich glaube, dass man wirklich nur die Gründungsidee umsetzen sollte, für die man wirklich mit Leidenschaft brennt. Denn gerade die ersten Jahre sind so anstrengend und nervenaufreibend, dass man dafür die notwendige Kraft benötigt. Und ich glaube, dass man diese nur ziehen kann, wenn es eine Idee ist, für die man wirklich brennt. Dies gilt insbesondere für Zeiten, in denen es schlecht läuft. Daher sollte man sich auch nur Mitgründer suchen, die genauso leidenschaftlich dabei sind wie man selbst. Und wenn die Leidenschaft und Inspiration mal bröckelt: am besten ganz viel mit inspirierenden Leuten abgeben!

 

United Letters ist Deutschlands erster technologiebarbierter, inspirierender Kinderbuchverlag. Foto: United Letters

 

Wie kam dir die Idee für dein Geschäftsmodell?

Ich habe United Letters gegründet, um Kinder mit personalisierten, tiefgründigen Geschichten zu inspirieren und zu stärken! Schon während meiner ersten Karrierejahre im Silicon Valley in Kalifornien wollte ich mich irgendwann mit einer Idee selbstständig machen. Geschrieben habe ich immer schon nebenher. Als ich dann mit meiner ersten Tochter schwanger war und nach inspirierenden und schön illustrierten Kinderbüchern mit einer persönlichen Note gesucht habe, aber nicht fündig wurde, entstand die Idee zu United Letters.

Vielen Dank für das schöne Gespräch! Hier könnt ihr mehr über Johannas Startup erfahren:

Über den StartupSpot Female Founders

Es gibt sie, die Gründerinnen – und wir machen sie jetzt sichtbar! Mit dem StartupSpot Female Founders haben wir eine nationale Datenbank geschaffen, in der alle Startups mit mindestens einem weiblichen Gründungsmitglied zu finden sind. Dort bieten wir einen permanenten Einblick über die Entwicklung des Startup-Ökosystems, das von weiblichen Gründern mitgeprägt wird. Über 25 % der deutschen Startup-Teams haben mindestens ein weibliches Gründungsmitglied. Diese Zahl macht deutlich, dass weibliche Gründer keine Randerscheinung mehr sind! Gemeinsam mit unserer Schirmherrin Dagmar Wöhrl, unseren Ambassadoren und unseren Partnern QVC NEXT und Digital Media Women sorgen wir für mehr Sichtbarkeit von weiblichen Rolemodels und ihren Erfolgen! Spannende Geschichten über starke Gründerinnen erwarten euch hier in unserem Female Founders Dossier.