PR Hacks für kleine Geldbeutel

Wer sein eigenes Startup gründet,  hat gerade am Anfang meist wenig Geld. Die meisten Gründer setzen auf Bootstrapping und haben eben nicht von Anfang an einen riesen Investor mit am Bord. Wir haben für euch mal ein paar Tipps & Tricks zusammen gesucht, mit denen ihr trotz kleinem Geldbeutel richtig gute PR für euer Startup machen könnt.

Kostenlose Nennungen in Fachmagazinen

Mittlerweile gibt es einige reichweitenstarke Startupmagazine, welche tagtäglich über Startups berichten. Wer für lau darin mal vorkommen möchte, der sollte auf jeden Fall die Journalisten richtig ansprechen. Da ist vorab auch ein bisschen Recherche notwendig, findet den richtigen Ansprechpartner für die Rubrik in die ihr rein wollt und beachtet dann folgende Dinge in der E-Mail:

  • Wer seid ihr, was macht ihr? Name des Startups, und die vollständigen Namen der Gründer. Journalisten sind Copy & Paste Fans!
  • Bitte schreibt eine Mail mit eurer persönlichen E-Mail Adresse und nicht mit einer „info@startup.de“, denn Journalisten befürchten sonst wochenlang auf eine Antwort warten zu müssen.
  • Bitte einen Link in die Mail packen, gerade wenn euer Startup einen Namen hat wie „Chester“, wird die Google Suche so richtig aufwendig.
  • Bitte benennt Fotos von Gründern oder dem Team nicht IMG_27897420, sondern mit Firmenname und den Namen der Gründer betiteln. Zudem das Copyright hinzufügen. Das hilft den jeweiligen Journalisten auch eure Bilder wieder zu finden.
  • Spamt Journalisten nicht gleichzeitig via Mail, Facebook-, Xing- und/oder LinkedIn zu, ein Kanal reicht aus, mehrere können das Gegenteil bewirken. Generell wird eine E-Mail bevorzugt, Facebook kann oft auch schon aufdringlich wirken.
  • WICHTIG! Checkt eure E-Mails täglich und lasst die Journalisten nicht lange warten, sonst ist der Redaktionsplan schon wieder voll.

Facebook Werbung und Marktforschung für Lau

Für so ziemlich jede Szene gibt es bei Facebook Gruppen. Ob vegane Lebensweisheiten oder Fintech – sucht nach Facebookgruppen die zu eurem Startup passen. Seid aktive Mitglieder, denn so könnt ihr auch eure Zielgruppe genau untersuchen. Antwortet auf Fragen der Mitglieder vielleicht sogar mit eurem Lösungsansatz und dem Link zu euer Seite, dies wird dann auch nicht als Werbung von den Admins aufgefasst.

Zudem könnt ihr Blogartikel, Bilder und Neuigkeiten in solchen Gruppen wunderbar teilen, das sorgt wiederum für Traffic. Aber aufgepasst! Wer zu viel in Facebook Gruppen spamt, der riskiert ganz schnell raus geworfen zu werden. Macht es also dezent, und nur wenn es wirklich thematisch in die Gruppe passt.

Netzwerken wie ein Weltmeister: Geben und Nehmen

Ob du aus Hamburg, Berlin oder Stuttgart kommst – fast in jeder Stadt gibt es mittlerweile regelmäßige Networking Events für Gründer. Geht dort hin, begeistert andere von eurem Produkt oder eurer Geschäftsidee. Bietet euer Produkt zu testen an. Das „testen“ geht ja bei so ziemlich jedem Produkt – ob Food oder Tech. Haltet Kontakt mit euren neuen Kontakten gebt auch denen etwas zurück. Wenn ihr eine Erwähnung in einem Magazin hattet, liked es auf Facebook und teilt es! Die neue Währung im Online-Journalismus sind eben „Likes & Shares“ und gerade kleine Magazine freuen sich darüber und behalten euch positiv in Erinnerung.

Seid mutig aber keine „Schnorrer“

Nur wer selbst für sein Produkt brennt, kann auch andere davon überzeugen. Manchmal lernt man auf Startup Veranstaltungen auch Leute kennen, die für große PR Agenturen arbeiten. Seid mutig, pitched euer Produkt und fühlt vor, ob es die Möglichkeit für Sonderkonditionen gibt. Seid dabei aber nicht zu aufdringlich und fragt nicht jeden ob er euch etwas „umsonst“ geben kann. Selektiert vorab welcher Kontakt in Frage kommen könnte und evtl. sogar einen persönlichen Berührungspunkt zu eurem Produkt haben könnte. Hier lohnt es sich dann mutig zu sein, denn wenn ihr jemanden von Jung von Matt, fischerAppelt und Co überzeugt, kann das durchaus mal richtig viel Geld sparen. Vielleicht bekommt ihr Sonderkonditionen auf Nachfrage – und ab und zu gibt es sogar in großen Agenturen „Pro Bono“ Fälle.

Passend zum Thema: 4 klassische Fehler, die ihr bei Journalisten vermeiden solltet