Urbanmates revolutionieren mit Neelo die eMobility

Das Startup urbanmates kommt aus dem schönen Ludwigsburg und hat vor, mit seinem Kickscooter neelo mehr Spaß und Unabhängigkeit in die urbane Mobilität zu bringen. Das Team, bestehend aus Marie Günther, Alexander Buddrick und Marc Zimmermann, erzählt uns, was sie am Standort Baden-Württemberg spannend finden und was ihre aktuellen Herausforderungen sind.

urbanmates ist eines von vier Startups, die erfolgreich an einem zusammen mit unserem Netzwerkpartner Startup Stuttgart durchgeführten Weihnachts-Gewinnspiel teilgenommen haben.

 

Könnt ihr euch bitte kurz vorstellen?

Wir sind Alex, Marc und Marie und zusammen sind wir die urbanmates – ein junges Stuttgarter Start-up. Wir wollen den Menschen mehr Freiheit in ihrer täglichen Mobilität geben. Im Stau stehen, ständig auf die Bahn warten oder Parkplätze suchen nervt einfach nur. Wir möchten durch unsere Produkte und Services den schnellsten und zugleich reibungslosesten Weg durch die Stadt ermöglichen, der obendrein auch noch Spaß macht. Und das mit coolen Produkten, wie z. B. einem elektrisch unterstützten Kickscooter, der dir die Flexibilität eines Fußgängers aber die Schnelligkeit eines Fahrrads gibt. Die Stadt ist unser Zuhause, wir möchten sie lebenswerter für alle gestalten.

 

Wie ist urbanmates entstanden?

Marc, einer der Co-Founder hat vor der Gründung der urbanmates im März 2016 jahrelang in der Mobilitäts- und Elektrofahrzeugforschung gearbeitet. Dort hat er viel überlegt, wie urbane Mobilität wieder mehr Spaß und Unabhängigkeit bedeutet kann. Schlussendlich wollte er eigene Ideen entwickeln, draußen auf der Straße mit Leuten ins Gespräch kommen, um deren Probleme und Wünsche zu verstehen und den Status Quo der städtischen Mobilität verändern. Der richtige Partner dafür war Alex, Co-Founder Nummer 2, der zu diesem Zeitpunkt bereits viel in der Start-up Szene unterwegs war und eine neue Herausforderung gesucht habt. Im Oktober 2016 kam dann Marie dazu. Long story short: Wir feiern im März unser 1-Jähriges!

 

Auf Eurer Webseite ist der Kickscooter neelo bisher nur schemenhaft zu erkennen. Welches Konzept steckt dahinter?

Neelo ist der “Übergangsname” für unseren elektrischen Kickscooter und ebenso ist die Website momentan noch mit minimalen Informationen ausgestattet. Das ist vor allem deshalb so, weil wir ein ausgesprochen einzigartiges Design haben, das wir der Welt noch nicht ohne Weiteres einfach nur mit Bildmaterial auf der Website präsentieren wollen. Wir befinden uns momentan noch in der Markttestphase, daher geschieht für uns noch viel offline. Das Feedback und die Reaktionen auf unseren neelo möchten wir vor allem Face-to-Face sammeln, um potenzielle Kunden besser zu verstehen. Im nächsten halben Jahr werden wir aber auch an einem starken Online-Auftritt arbeiten und viele Dinge online testen.

 

Für welche Zielgruppe ist neelo gedacht?

Wir sagen immer, Neelo ist für alle Urban Natives. Damit meinen wir die Städter, die jung oder jung geblieben sind, immer draußen unterwegs sind, was neues ausprobieren wollen und für die Mobilität einfach unkompliziert sein muss. Wir wissen, dass unsere Zielgruppe es hasst, Teil der Masse zu sein und sich gerne über sein Tun oder bestimmte Produkte individualisiert. Auch der Spaß darf nicht zu kurz kommen. Wer einmal neelo gefahren ist, der bekommt das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht, auch wenn er vorher noch so skeptisch war.

Generell ist neelo aber für alle Menschen geeignet, die schnell und flexibel von A nach B kommen möchten. Neelo ist die perfekte Lösung für die erste und letzte Meile. Er ist leicht, schnell, unkompliziert und sieht dabei einfach richtig gut aus. Zusammengeklappt kann man ihn überall mit hin nehmen. Viel einfacher als ein Fahrrad, das man irgendwo anketten muss oder nicht immer mit in die Bahn nehmen kann.

Das Team von urbanmates (Bild: urbanmates)

Wie finanziert ihr euch zurzeit?

Wir werden durch den Inkubator eines großen süddeutschen Industrieunternehmen finanziert und sind darüber sehr dankbar, da es uns viele Möglichkeiten eröffnet und den nötigen Spielraum für unsere Arbeit gibt. Dennoch kostet so eine Produktentwicklung viel Geld. Wir sind daher auch aktiv auf der Suche nach weiteren Investoren, die an unsere Vision glauben und uns in Zukunft unterstützen möchten, um gemeinsam mit uns die Urbane Mobilität des nächsten Jahrzehnts zu gestalten.

 

In Deutschland sind durch die Gesetzgebung neuen Verkehrsmitteln enge Grenzen gesetzt. Wie handhabt ihr das bei der Umsetzung von neelo?

In Deutschland ist es bisher noch nicht erlaubt, mit so einem elektrischen Kickscooter im öffentlichen Raum zu fahren. Das liegt einfach an den etwas veralteten Gesetzen der Straßenverkehrsordnung. Das begrenzt uns aber nur wenig in unserer Arbeit, da es bereits andere europäische Länder gibt, in denen das Fahren elektrischer Kickscooter erlaubt ist.

Dennoch wollen wir zum Prozess der Legalisierung in Deutschland aktiv beitragen und arbeiten gemeinsam in verschiedenen Initiativen daran. Grundsätzlich entwickeln wir neelo natürlich nach allen relevanten Sicherheitsnormen und arbeiten zum Beispiel zusammen mit dem TÜV.

 

Es gibt viele eMobility-Startups, durchaus erfolgreiche, aber es sind auch Rückschläge bis zur Insolvenz zu vermerken. Wie hebt ihr euch mit eurem Scooter von der Konkurrenz ab?

Neelo ist das Resultat aus hunderten Gesprächen und Markttests. Wir glauben, dass es sehr wichtig ist, seine Ideen frühzeitig an den Zielgruppen zu testen und nicht einfach nach eigenen Vorstellungen ein Produkt zu entwickeln und davon auszugehen, dass es bestimmt jemand braucht.

Neelo wird daher eine noch nie dagewesene Kombination aus geringem Gewicht und hohem Fahrkomfort, zum Beispiel durch vergleichsweise große Reifen oder die bestimmte Höhe des Trittbretts. Wir wissen aber auch, dass ein Scooter allein nicht ausreicht, um langfristig einen Unterschied zu machen. Neelo muss daher die intelligente Integration in den Mobilitätsalltag werden – daran arbeiten wir.

 

Dieses Jahr ist der Release von eurem Kick Scooter. Was steht für euch 2017 noch an?

Wir planen, neelo auf der EuroBike 2017 der Öffentlichkeit vorzustellen. Das muss natürlich ausreichend vorbereitet werden. Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Da wären zum Beispiel weitere Markttests in Europa und die Arbeit mit unseren Partnern, um weiter am Produkt zu feilen. Daneben entwickeln wir mit Unterstützung einer Agentur einen passenden Markenauftritt für neelo. Ah, und da wäre auch noch die Investorensuche…. ;-).

 

Wie nehmt ihr das Startup Ökosystem in Baden-Württemberg wahr?

Das ist eine spannende Frage über die wir länger nachdenken mussten. Wir wissen, dass es in Stuttgart und Umgebung bereits einige Angebote für Acceleratoren-Programme oder Initiativen wie das Gründergrillen gibt. Bisher konnten wir für uns leider keinen großen Vorteil daraus ziehen.

Es ist aber auch schwierig, neben der eigentlichen Arbeit und dem Familienleben dafür Zeit zu finden. So ist es eben ein tägliches Ringen, wofür man seine Zeit investiert, damit sich der Output lohnt. Aber es ist immer gut, wenn sich was tut und die Start-up Kultur im Ländle ankommt. Gerne mehr davon!

 

Danke für das Gespräch!

 

urbanmates im StartupSpot Baden-Württemberg

urbanmates create freedom in urban mobility!